Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
Blankenese liegt am westlichen Ende Hamburgs auf einem Elbhang und sieht aus wie ein Fischerdorf, das jemand an einen Berg gebaut hat. Genau das ist es historisch auch: ein Lotsen- und Fischerort, der erst 1938 nach Hamburg eingemeindet wurde. Die Hanglage erklärt alles Weitere.
Warum es anders aussieht als der Rest der Stadt
Hamburg ist flach. Blankenese nicht. Der Süllberg erhebt sich gut siebzig Meter über die Elbe, und die Bebauung folgt dem Hang in engen, gewundenen Wegen, für die kein Auto gebaut wurde.
Daraus ergibt sich das Treppenviertel: ein Netz aus Treppen und schmalen Gassen zwischen den Häusern, das an manchen Stellen die einzige Zuwegung ist. Müllabfuhr und Umzüge laufen dort zu Fuss.
Was man sich ansieht
- Das Treppenviertel. Die eigentliche Sehenswürdigkeit, ausführlicher im Beitrag Treppenviertel Blankenese.
- Der Süllberg mit Aussicht über die Elbe. Der Aufstieg ist der anstrengendste Teil des Besuchs.
- Der Strandweg unten am Wasser, mit Blick auf die vorbeifahrenden Containerschiffe.
- Der Anleger für die Fähre, die den Rückweg über das Wasser ermöglicht.
Wie anstrengend es ist
Ehrlich: anstrengend. Die Wege im Treppenviertel sind uneben, oft feucht und gehen fast nur bergauf oder bergab. Wer mit Kinderwagen kommt, sollte unten am Strandweg bleiben. Wer schlecht zu Fuss ist, ebenso.
Für alle anderen ist genau das der Filter, der Blankenese angenehm hält: Nach den ersten hundert Stufen dünnt sich die Menge deutlich aus, und weiter oben ist man oft allein.
Der Weg dorthin und zurück
Die S-Bahn hält oben am Bahnhof, von dort geht es abwärts. Das ist die richtige Richtung: erst hinunter zum Wasser, dann am Strand entlang und mit der Fähre zurück, statt sich am Ende den Aufstieg zuzumuten.
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Wer den ganzen Weg gehen will, läuft von Övelgönne westwärts am Elbstrand entlang bis Blankenese, gut zwei Stunden. Beschrieben ist die Strecke im Beitrag Elbstrand in Hamburg.
Wann man kommt
Sonntagvormittag ist am ruhigsten, Samstagnachmittag am vollsten. Im Sommer ist der Strandweg abends bei Sonnenuntergang die schönste Zeit, weil die Sonne über der Elbe untergeht und die Containerschiffe im Gegenlicht vorbeiziehen.
Bei Regen lohnt Blankenese wenig. Die Treppen werden rutschig, die Aussicht fehlt, und Innenräume gibt es kaum. Dann ist die Innenstadt die bessere Wahl, siehe Indoor-Aktivitäten in Hamburg.
Was danach kommt
Nach Blankenese hat man zwei Stunden Steigung in den Beinen, und der Rückweg in die Stadt dauert eine Dreiviertelstunde. Wer den Tag danach fortsetzen will, plant eine echte Pause ein und keine Kaffeepause.
In der HafenCity liegt dafür die NAIPO Relax Lounge, zwanzig Minuten im Massagesessel ohne Termin. Das ist der Programmpunkt, der nach einem Blankenese-Tag den Abend rettet. Adresse unter Standorte.
Woher der Name kommt
Blankenese leitet sich vom niederdeutschen Blanke Nesse ab, also der blanken oder hellen Landspitze. Gemeint ist der Sandvorsprung, der an dieser Stelle in die Elbe ragt und Schiffen als Marke diente.
Das passt zur Geschichte des Ortes: Er lebte von Lotsen, die die Schiffe elbaufwärts führten, und von der Fischerei. Die Kapitänshäuser am Hang stammen aus dieser Zeit und sind der Grund, warum der Ort heute so aussieht, wie er aussieht.
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